Rückblick Neuseeland

„Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie Dir an.“ Kurt Tucholsky

Unserer Meinung nach ist Neuseeland ein echter Traum für jeden der schöne Landschaften liebt und gerne draußen aktiv ist. Wandern, Kanu, Mountainbiken, Endurofahren, Bungy, Fallschirmspringen, Fischen, usw….. es gibt eigentlich nichts, was man in Neuseeland nicht machen kann. Die Landschaften sind unglaublich beeindruckend und fast jeder Fleck hat etwas zu bieten. Wir haben den Großteil unserer Zeit auf der Südinsel verbracht, wo man unzählige Seen, Flüsse und Berglandschaften vorfindet. Viele Touren haben wir auf abseits gelegenen unbefestigten Wegen gemacht und fast jedes mal haben uns die Aussichten die Sprache verschlagen. Aber auch die Fahrten auf asphaltierten Straßen waren meistens umwerfend, es scheint fast als gäbe es in Neuseeland keine langweiligen geradeausgehenden Straßen. Leider hatten wir nicht mehr genug Zeit für die gesamte Nordinsel, aber auch hier findet man etliche schöne Plätze. Insgesamt ist es dort allerdings etwas bevölkerter und die Natur ist eher geprägt von Hügel- und Vulkanlandschaften.

Die Menschen in Neuseeland sind wahnsinnig offen. Die sogenannten „Kiwis“ sprechen zwar nicht jeden sofort an wie es die Australier oft tun, aber sobald man ins Gespräch kommt sind sie ebenfalls sehr hilfsbereit und interessiert. Aus unserem Reifenwechsel resultierte ja wie berichtet eine Einladung zum Endurowochenende für das wir trotz Organisation anderer Motorräder und Fahrt ins 300km entfernte Örtchen nicht mal etwas zahlen mussten. Ebenso konnten wir bei Andi und Ellen solange hausen wie wir wollten, Jeep-Verleih und Sushi inklusive. Diese Gastfreundschaft hat uns schon sehr beeindruckt.

Alles in allem wirkt Neuseeland britischer als Australien und trotz des amerikanischen Einfluß (der sich vor allem in der Anwesenheit unzähliger Fast-Food-Ketten zeigt) spürt man hier doch deutlich die europäische Abstammung. Allerdings merkt man in Neuseeland auch häufig, dass man am „Ende“ der Welt ist. Alles ist sehr beschaulich und schön, man muss auf etliche Dinge aber schon mal eine Weile warten. Das Internet ist in vielen Gebieten eine echte Katastrophe und Ersatzteile müssen oft aus Australien bestellt werden. Neuseeland ist im Vergleich zu Australien günstiger, allerdings sind die Gehälter auch niedriger. Nach Neuseeland wandert man daher nicht wegen des Geldes aus sondern wegen des Lifestyles. Entspanntheit, Einsamkeit und eine Wahnsinns-Natur hat Neuseeland zu bieten. Und für Motorradfahrer ist es ohnehin das reinste Schlaraffenland 🙂

Hier unsere persönlichen Highlights:

  • Trail Ride Wochenende mit Linton und Bruce
  • Adventure Rider Meeting beim Lake Mavora
  • Chillout bei Andy und Ellen in Wanaka
  • Wanderung durch den Tongariro Nationalpark („Mordor“)
  • „Thermal Wonderland“ bei Rotorua

Motorradtouren:

  • Dunstan Trail (durch „Rohan“) und Thomson Track / Südinsel
  • Otago Peninsula bei Dunedin (High Road und Ocean Road) / Südinsel
  • Arthur’s and Haast Pass / Südinsel
  • Westküste am Cape Reinga (Ninety Mile Beach & Kauri Forest) / Nordinsel

Und hier noch einige Fakten:

  • Gefahrene Strecke mit dem Motorrad: 6.895 km (zusätzl. 1.663 km mit Jeep & Auto)
  • Aufenthalt in Neuseeland: 61 Tage
  • Fahrtage: 38
  • Durchschnittl. Strecke pro Fahrtag: 181 km
  • Längest Etappe: 342 km
  • Höchster erreichter Punkt: 1.889 Meter

Was ist alles kaputt gegangen?

  • Eine Isomatte ist geplatzt
  • Die Navihalterung hat einen Wackelkontakt
  • Ein Reißverschluss am Zelt schließt nicht mehr
  • Conny’s Hinterradbremse war undicht

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